Energieeinsparungen durch Außendämmung.


Ein typischer Altbau aus der Zeit vor 1978 hat einen typischen Heizenergieverbrauch von umgerechnet 20 bis 25 Liter Heizöl pro Quadratmeter Wohnfläche im Jahr. Bei Gasheizung sind es umgerechnet 20 bis 25 Kubikmeter Erdgas pro Quadratmeter Wohnfläche im Jahr. Der von der Hessischen Energiespar-Aktion festgelegte Mindeststandard ist das 10-Liter-Haus. Für hessische Altbauten gilt das 5-Liter-Haus als sinnvoller Ziel-Standard.

Wie hoch ist der Energieverbrauch in Ihrem Haus?

Albauten haben einen Energieverbrauch, der im Vergleich mit modernen Standards teilweise um ein Vielfaches höher ist. Als Hausbesitzer kommt es darauf an, den eigenen Verbrauch richtig einschätzen zu können, um dann für sich die richtigen Entscheidungen für die Zukunft zu treffen.

Haben Sie schon überprüft, wie viel Ihr Haus braucht? Nehmen Sie einfach Ihren Öl- oder Gasverbrauch in Litern oder Kubikmetern und teilen Sie diesen Verbrauch durch Ihre beheizte Wohnfläche. Liegen Sie mit dieser Rechnung über 20, sollten Sie nicht lange zögern. Verringern Sie Ihren Energieverbrauch und machen Sie auch aus Ihrem Haus ein 5-Liter-Haus!

Was Sie wissen müssen, wenn Sie einen An- oder Umbau planen: Im Rahmen der neuen Energieeinsparverordnung (EnEV) ist festgelegt, dass auch ein Altbau den energetischen Werten eines Neubaus entsprechen muss, wenn mehr als zehn Prozent seiner Bausubstanz von einem Umbau betroffen sind. Bei einem umfangreichen Dachausbau ist das oft der Fall. Wer die EnEV-Werte noch übertrifft, kann neben der KfW-Förderung "Wohnraum modernisieren" unter Umständen auch auf andere Energiesparförderungen zugreifen und so Geld vom Staat für sein neues Wohnprojekt kassieren.

Wege zur Energeieinsparung

Wir von Holzbau Schmidt gehen als erstes zusammen mit Ihnen in die Planung: Der Energieberater nimmt mit Ihrer Hilfe die Bestandsdaten auf und erstellt einen Energiebedarfsausweis.
Daraufhin werden Vorschläge erarbeitet, die zur Minderung des Energiebedarfs führen.

Im Anschluss daran, entscheiden letztendlich Sie, ob die Mindestanforderungen der Energie-Einspar-Verordnung (EnEV) erfüllt oder gar unterschritten werden. Wir führen dann, in Absprache mit Ihnen und dem Energieberater, die gewünschten Arbeiten fachgerecht aus.

Die Wärmedämmung eines neuen An- oder Ausbaus spart nicht nur Heizkosten, sondern schafft das ganze Jahr über - also auch im Sommer, wenn die Sonne aufs Dach brennt - ein angenehmes Klima für ein Kinderzimmer, Hobby- oder Gästeräume. Was die Wärmedämmfähigkeit betrifft hat Holz gegenüber Stein auch Vorteile, denn Sie können mit „dünneren“ Außenwandstärken planen was wiederum mehr Wohnfläche bei gleichen Außenabmessungen gegenüber Steinwänden bedeutet. Aber das sind nicht die einzigen Vorzüge. Hierzu beantworten wir als Fachbetrieb gerne alle Fragen rund um das Thema „Bauen mit Holz“.

Möglichkeiten der Dachdämmung.

Es gibt unterschiedliche Arten von Dächern, bei denen sich auch die Dämmmaßnahmen deutlich unterscheiden. In Hessen ist das Steildach der typische Dachaufbau.

Bei der energetischen Modernisierung eines geneigten Steildachs sind zwei Fälle zu unterscheiden: Wird der Dachraum gar nicht oder nur als Abstellraum genutzt, kann die nachträgliche Dämmung der obersten Geschossdecke (Fußboden des Dachraumes) als kostengünstige Lösung gewählt werden. Wird der Dachraum allerdings bewohnt oder soll später zum Aufenthaltsraum ausgebaut und beheizt werden, müssen die Dachschräge und evtl. die Decke zum Spitzboden gedämmt werden.

Für die Dämmung des Steildachs (Satteldach, Pultdach, Walmdach) stehen grundsätzlich drei Möglichkeiten zur Verfügung, die auch kombiniert werden können. Wichtig ist dabei, auch die Abseiten, den Spitzboden, die Gauben und Trennwände zu kalten Dachräumen zu dämmen.

1. Zwischensparrendämmung
Das am häufigsten ausgeführte Dämmverfahren ist die Dämmung zwischen den Sparren. Das Dämmmaterial muss dabei überall dicht an den Sparren anliegen, um Luftumströmungen zu vermeiden. Diese Sparrenvolldämmung ist auch in den Richtlinien der Dachdecker enthalten. Ist keine Unterspannbahn vorhanden und kann der Dämmstoff nur von innen eingebracht werden.

2. Aufsparrendämmung
Liegt die Dämmung außen auf den Sparren, spricht man von einer Aufsparrendämmung. Sie kann bei bestehenden Gebäuden im Zuge einer Neueindeckung des Daches umgesetzt werden. Ein Vorteil hierbei ist, dass die Wärmebrücken durch die Sparren entfallen.

3. Untersparrendämmung
Bei sehr unterschiedlichen Sparrenprofilen und Abständen, z. B. im Fachwerkhaus, können Dämmschichten auch unter den Sparren angebracht werden. Eine Dampfbremse ist erforderlich, die gleichzeitig die Luftdichtigkeit herstellt. Bei dieser Dämmweise muss eine Verkleinerung des Dachraumes in Kauf genommen werden.

Wird der Dachraum gar nicht oder nur als Abstellraum genutzt, kann die nachträgliche Dämmung der obersten Geschossdecke (Fußboden des Dachraumes) als kostengünstige Lösung gewählt werden.

Wärmebrücken
Schornsteine, Haustrennwände etc., die die Wärmedämmung durchstoßen, sollen etwa 50 cm hoch über der Dämmebene in ausreichender Dicke gedämmt werden, um Wärmebrücken entgegenzuwirken. Deckenluken (Ausziehtreppen) müssen gedämmt werden und möglichst luftdicht schließen. Da es wenige fertige Systemlösungen am Markt gibt, ist gegebenenfalls eine handwerkliche Lösung erforderlich.